Nachdem am 11. September 2001 in New York die Türme des World Trade Centers als Folge eines Terroranschlags einstürzten und mehrere tausend Menschen unter sich begruben hieß es, dass nach diesem Tag wohl nichts mehr so sein würde wie zuvor. Und tatsächlich hat sich einiges verändert. Seit dem 7. Oktober werden Angriffe gegen Afghanistan geflogen und wurde eine gigantische Kriegsmaschinerie – nicht nur der US-Amerikaner – in Gang gesetzt.
Zum ersten Mal in der Geschichte wurde der NATO-Bündnisfall ausgerufen, massive Aufrüstungen der Streitkräfte beschlossen, deren Einsatz im Inneren legitimiert und zur Normalität erhoben. Im Eiltempo werden Gesetzespakete zur Inneren Sicherheit verabschiedet, für deren Durchsetzung sonst Jahre erforderlich gewesen wären oder deren Beschluss grundsätzlich in Frage gestanden hätte, geheimdienstliche Aktivitäten und polizeiliche Befugnisse erweitert, Migrationsbestimmungen verschärft etc. pp.Unmittelbar nach den Anschlägen stand die Suche nach den Tätern im Mittelpunkt. Die Schuldigen waren schnell mit dem üblichen Verdächtigen Osama bin Laden und der Organisation Al Qaida ausgemacht. Zunächst ohne Beweise, aber angeblich gäbe es genügend Indizien, die eine Täterschaft bin Ladens und Al Qaidas belegen würden. „Die Spur führt nach Afghanistan“, so die einhellige Meinung westlicher Regierungsvertreter und Militärs. Dies wurde so häufig wiederholt, bis schließlich niemand mehr nach anderen Möglichkeiten fragte.
Spätestens mit den Angriffen britischer und US-amerikanischer Truppen auf Afghanistan ist die Frage der Beweisführung für die Täterschaft aber völlig in den Hintergrund gerückt. Beweise liegen bis heute nicht vor. So wurde bisher kein belegbarer Zusammenhang zwischen den in Hamburg lebenden mutmaßlichen Attentätern und Osama bin Laden oder Al Qaida ermittelt, der vor einem ordentlichen Gericht stand halten würde.
Nachdem die USA den NATO-Verbündeten in geheimer Sitzung angeblich Beweismaterial für genau diese Verbindungen vorgelegt hatten, hieß es im Spiegel-Online-Magazin: „Die Bundesanwaltschaft kündigte an, sie werde sich um die US-Beweisdokumente für die Schuld Osama Bin Ladens bemühen. Bislang hätten die deutschen Fahnder keine Verbindung Bin Ladens oder anderer Hintermänner zu den Hamburger Todespiloten gefunden. NATO-Generalsekretär George Robertson hatte erklärt, die USA hätten „klare und zwingende“ Beweise präsentiert, nach denen die Attentäter zu dem weltweiten Terrornetzwerk al-Qaida gehörten. Schneider (Sprecher der Bundesanwaltschaft, d. V.) betonte, nach derzeitigem Kenntnisstand stehe lediglich fest, dass die Verdächtigen aus Hamburg einen radikal-islamistischen Hintergrund hatten.“ (Spiegel-Online, 03.10.2001).
Inzwischen begnügt man sich mit Hilfskonstruktionen. Selbst die Aktionen jener Fanatiker, „die nicht in unmittelbarem Kontakt zu Bin Laden gestanden haben“, müsse man „dennoch indirekt Bin Laden zuordnen“, urteilt das BKA. (Spiegel-Online, 15.10.01). Im Zuge der Ereignisse des 11. September lässt sich mit dieser „Begründung“ alles rechtfertigen. In den Massenmedien wurde in den letzten Wochen viel über Osama bin Laden, Al Qaida und „Terrornetzwerke“ gesagt und geschrieben. Insbesondere der „Spiegel“ tat sich dabei hervor, die Verflechtungen terroristischer Gruppen mit islamistischem Hintergrund zu dokumentieren, die angeblich ein weltumspannendes Netz bilden.
Bedenkt man, mit welcher Faktenfülle und Details die Leser/innen zur Zeit überhäuft werden, kann man sich nur wundern, daß Al Qaida zuvor in den Medien kaum Erwähnung fand und die Existenz dieser Gruppe wohl überwiegend Militär- und Sicherheitsexperten bekannt war. Jedes Kind hatte schon mal von „Hamas“ oder „Hisbolah“ gehört, aber Al Qaida? Um so erstaunlicher, daß diese Gruppe nun sogar in der Lage sein soll, atomare, biologische oder chemische Terroranschläge zu begehen. Entgegen dem medialen Mainstream soll es im folgenden nicht um Osama bin Laden und Al Qaida gehen. Vielmehr zeigt die nachfolgende Darstellung eine Indizienkette auf, die zu anderen Schlüssen über die Beteiligten und Hintergründe der Ereignisse des 11. September und der folgenden Verschärfung der innen- und außenpolitischen Situation Anlass gibt.
Unter dem Titel „Angebliche Entführer wurden womöglich auf US-Militärbasen ausgebildet“ („Alleged Hijakers May Have Trained at U.S. Bases“) veröffentlichte „Newsweek“ am 15. September 2001 einen Artikel, in dem berichtet wird, dass drei der Terroristen den Marineflughafen und das Ausbildungszentrum der US-Navy-Piloten in Pensacola, Florida, in den 90er Jahren als ihre Adresse angegeben hatten. Auch wurde gemeldet, dass etliche der Terroristen an einem Militäraustauschprogramm in Pensacola teilgenommen hätten. Auf diesem US-Marineflughafen werden schon seit vielen Jahrzehnten Angehörige ausländischer Streitkräfte ausgebildet, aber das kann nur auf Bitte von Regierungen solcher Länder geschehen, die mit der US-Regierung enge Verbindungen haben. Der „Newsweek“-Bericht berief sich u. a. auch auf Quellen, wonach mindestens zwei der Terroristen ehemalige saudische Luftwaffenpiloten waren, die in den USA auf militärischen Flugschulen ausgebildet wurden.
Nachdem das Pentagon am 16. September dementierte, verwickelte sich Oberstleutnant Catherine Abboyt vom Büro des Staatssekretärs im Pentagon auf Nachfragen des Journalisten Daniel Hopsicker zunehmend in Widersprüche, nachdem sie erklärte hatte, „Namensgleichheit bedeutet noch nicht unbedingt, dass die Studenten auch die Entführer waren“ und lehnte schließlich jede weitere Auskunft ab, mit den Worten: „Ich habe nicht die Berechtigung, Ihnen zu sagen, wer welche Schule besucht hat“. (Quelle: Junge Welt, 19.10.2001 und http://www.madcowprod.com/index5.html [dead link])
Einige Tage nach den Anschlägen gab es die ersten Berichte, dass einige der vom FBI namentlich genannten mutmaßlichen Attentäter am Leben sind und nichts mit den Flugzeugentführungen zu tun hatten. „It was proved that five of the names included in the FBI list had nothing to do with what happened.“ erklärte der saudische Außenminister Saud Al-Faisal vor der arabischen Presse nach einem Treffen mit Präsident Bush am 20. September. Wie verschiedene Nachrichtenagenturen und Zeitungen berichten, zeigten sich einige der mutmaßlichen Attentäter äußerst entsetzt über die Vorwürfe, aber höchst lebendig. Saeed Alghamdi (Flug Nr. 93) arbeitet als Pilot für Tunis Air.
„I was completely shocked. For the past 10 months I have been based in Tunis with 22 other pilots learning to fly an Airbus 320. The FBI provided no evidence of my presumed involvement in the attacks“, so Alghamdi am 23.09.2001 in der Zeitschrift „Telegraph“. Waleed Alshehri (Flug Nr. 11) lebt in Casablanca und arbeitet als Pilot der Royal Air Moroc. Associates Press zufolge meldete er sich am 22. September bei der US-Botschaft in Marocco. Im Fall des mutmaßlichen Attentäters Abdul aziz Alomari (Flug-Nr. 11) meldeten sich gleich zwei Personen, ein Elektrotechnik-Ingenieur und ein ausgebildeter Pilot der Saudi Air. Letzterer verlangte bei den US-Behörden in Jeddah eine Erklärung für die Vorwürfe, so „Indipendent“ am 17. September 2001. Den Angaben des Elektro-Technik-Ingenieurs Alomari zufolge, studierte dieser 1995 in Denver, wo ihm sein Pass entwendet wurde. Darüber informierte er damals die Polizei, so Alomari.
Weitere Personen (insgesamt sieben von 19 mutmaßlichen Entführern) werden verschiedenen Quellen zufolge ohne weitere Auskünfte entweder als bereits verstorben oder ebenfalls lebendig angegeben, darunter mindestens ein weiterer ausgebildeter Pilot. Auffällig ist in jedem Fall die Anzahl der ausgebildeten Berufspiloten. Selbst wenn Gleichheiten von Namen und Geburtstagen und dadurch eine Verwechslung der Personen möglich sein sollten ist es mehr als unwahrscheinlich, daß durch Zufall darunter ausgerechnet vier ausgebildete Piloten sind.
Am 22. Oktober berichtete „Newsday“ (http://www.newsday.com) in dem Artikel „Stolen Info and Fake Addresses Complicate FBI’s Job of Naming Hijackers“ über Probleme des FBI, die Identität der Flugzeugentführer eindeutig zu klären. „1992 benutzte ein Mann, der seinen Namen mit Saeed Alghamdi angab, die Sozialversicherungsnummer einer Frau aus Vermont, die vor 30 Jahren verstorben war und benutzte die Adresse einer Air Force Basis in Florida, deren Angabe zufolge keine Aufzeichnungen über seine dortige Anwesenheit vorliegen. 1997 tauchte der Name Saeed Alghamdi erneut auf, dieses Mal auf einer Fahrlizenz in Florida mit der Adresse einer Navy Air Base in Pensacola, deren Aufzeichnungen mindestes vier weitere Männer mit dem gleichen Namen enthalten. Sind sie die gleichen Personen? Sind es verschiedene Personen? Ist irgendeine dieser Personen namens Saeed Alghamdi die Person auf der FBI-Liste der Entführer? Niemand weiß es sicher. Sechs Wochen nach den 11. September-Attacken bleiben die Identitäten einiger Entführer unklar, verkompliziert durch Alias-Namen, falsche Sozialversicherungsnummern, verschiedene Geburtstage und Adressen.“
Ähnliche Probleme ergeben sich bei den Identitäten von sechs weiteren mutmaßlichen Entführern, deren Foto-ID’s sich als gefälscht herausstellten. Wiederum mögliche Namensgleichheiten und Verwechslungen vorausgesetzt ist dennoch auffällig, daß die bisher öffentlich gewordenen, als „Saeed Alghamdi“ polizeilich in Erscheinung getretenen Personen jeweils im Zusammenhang mit US-Militäreinrichtungen standen.
Auch in Deutschland ereignet sich Merkwürdiges, zumindest nach Auskunft des „Spiegel“ (Spiegel-Online, 15.10.2001): „In der Wache 21 in der Mörkenstraße in Hamburg-Altona schaute am Sonntag vor zwei Wochen, gegen 18 Uhr, der Kosovo-Albaner Zeljko E., 31, vorbei. Nach ihm werde gefahndet, er wolle sich stellen, sagte er. (…) Zeljko E. wurde wegen Einbruchs gesucht. Gegen 20 Uhr drückte der Mann die Klingel und verlangte, jemanden vom Staatsschutz zu sprechen. Und als dann zwei Fahnder vom Bundeskriminalamt (BKA) in Altona erschienen, erzählte er, er habe bei einem Geschäftsmann eingebrochen und kiloweise Schriftstücke geklaut. Kein Geld, keinen Schmuck, nur Papier, haufenweise Papier, ganze Dokumente in arabischer Sprache. Der Einbrecher wollte wissen, was er da geraubt hatte. Also, so erzählte er den Beamten, habe er eine Reisetasche zu einem Freund geschleppt, der Arabisch spricht, und dort hätten sie mit Entsetzen festgestellt, dass die Dokumente etwas mit den Anschlägen in New York und Washington zu tun haben könnten. (…) Eineinhalb Tage dauerte es, bis die 20 Kilogramm Papier kopiert waren. Die Auswertung wird Wochen dauern. (…) Ein ordinärer Einbrecher klaut zufällig Akten mit Material über den größten Terroranschlag der Geschichte? Und liefert sie dann auch noch brav bei der Polizei ab? Eine Szene wie aus einem schlechten Agententhriller. Davon glauben die Fahnder kein Wort. Nun rätseln sie, ob ihnen auf diesem seltsamen Weg ein Geheimdienst etwas zukommen lassen wollte. Aber welcher? Und wieso? Zwei Rätsel – von sehr vielen.“
Am 24.09.2001 schrieb Boris Kagarlitzky in der „Jungen Welt“: „Es ist allgemein bekannt, daß terroristische Organisationen der Islamisten von westlichen Geheimdiensten nicht nur sorgfältig observiert werden, sondern von der saudischen Aufklärung auch noch durch und durch infiltriert sind. Die vermeintlichen Selbstmordpiloten waren laut offizieller Version Saudis. Es ist wenig wahrscheinlich, daß die mit der CIA eng verbundene saudische Aufklärung die Planung einer großen Operation gegen die USA unter ihrer Nase zugelassen hätte. (…) Niemand kann es schaffen, Erfahrungen im Terror zu sammeln, ohne in Erscheinung getreten zu sein“.
Kargalitzky bezweifelt, dass islamische Terroristen logistisch in der Lage gewesen wären, die Anschläge des 11. September durchzuführen und begründet dies folgendermaßen: „Die Analyse der Geschehnisse macht deutlich, dass die einzelnen Elemente der Terroroperation, etwa die Einschleusung von Messern, der Einbruch ins Cockpit usw. zwar recht einfach zu realisieren waren, doch die gegenseitige Abstimmung und Koordination der Handlungen, die oft in verschiedenen Teilen des Landes zu machen waren, ist ein ungemein schwieriges Unterfangen. Die Operation des 11. Septembers erforderte gigantische Bemühungen im Management und der Kontrolle, also logistics, fine tuning, wie die Amerikaner sagen. Und eben das verweist nicht auf arabische Terroristen. Der Vorteil des islamischen Terrorismus liegt in dessen simpler Organisation, seine unbesiegbaren Elemente sind Spontaneität und Unberechenbarkeit. Alle Gruppen agieren autonom. Selbst die Zerschlagung der Kommandozentralen beeinflusst die Gesamtsituation in keiner Weise, denn jeder Kämpfer Allahs kann auf sich allein gestellt handlungsfähig bleiben.
Die Aktion am 11. September wurde auf mehreren Ebenen koordiniert und makellos durchgeführt. Drei von den vier gekidnappten Jets haben ihre Ziele getroffen. Eingedenk des Ausmaßes der Operation ist das eine selten anzutreffende Effizienz – selbst für professionelle Sonderdienste.“ Weiter schlussfolgert der Autor: „Die Ziele sind politisch und nach symbolischer Wichtigkeit bestimmt worden. Die Terroristen hatten nicht vor, das Land zu zerstören, sonst wären die Flugzeuge nicht auf Pentagon und World Trade Center abgestürzt, sondern auf nukleare Objekte. Dann ginge es nicht um Tausende, sondern um Millionen Opfer“. Aussagen, die einer gewissen Logik nicht entbehren.
Bereits kurze Zeit nach den Anschlägen wurde berichtet, dass es vor den Terroranschlägen vom 11.September eine Welle von spekulativem Handel an den US-amerikanischen Aktien- und Anleihemärkten gab, die möglicherweise darauf hinweist, dass die Urheber der Transaktionen Kenntnis von den bevorstehenden Anschlägen gehabt haben könnten. In einem Bericht der Tageszeitung „Junge Welt“ vom 16. Oktober heißt es dazu: „Die US-Börsenaufsicht SEC, der Secret Service und das FBI führen gegenwärtig Untersuchungen durch. (…) Kurz angebunden hat die SEC bestätigt, dass sie verdächtige Finanztransaktionen daraufhin untersuche, ob sie mit terroristischen Organisationen in Verbindung stünden.
Das „Wall Street Journal“ berichtete am 2. Oktober 2001, dass sich der Secret Service der im Gang befindlichen Untersuchung verdächtiger Aktienverkäufe durch die SEC angeschlossen hat und jetzt umfangreiche Käufe von US-Schatzbriefen mit fünfjähriger Laufzeit unmittelbar vor den Attacken untersucht. Eine der Schatzbrieftransaktionen hatte allein einen Wert von fünf Milliarden Dollar. Das Blatt schrieb: „Schatzbriefe mit einer Laufzeit von fünf Jahren sind in etwa die beste Investition im Fall einer Weltkrise, besonders wenn sie die USA trifft. Die Briefe beziehen ihre Attraktivität aus ihrer Sicherheit und ihrer Garantie durch die Regierung und erleben normalerweise ihre Hochzeit, wenn Investoren riskantere Investitionen wie Aktien meiden.“ Der Wert dieser Briefe ist seit den Ereignissen des 11. September stark gestiegen, wie das Journal anmerkte.
Der Artikel zitierte dann den Anlagestrategen Michael Shamosh mit den Worten: „Wenn jemand so etwas täte, dann im Fünf-Jahre-Sektor dieses Marktes. Er ist äußerst liquide, und die Spuren sind nur schwer zurückzuverfolgen.“ (…) Bei seiner Aussage vor dem Ausschuss des Repräsentantenhauses für Finanzdienstleistungen sagte Dennis Lormel, der Chef der FBI-Abteilung für Wirtschaftskriminalität: „Bis jetzt gibt es noch keine Belege, dass jemand das ausgenutzt hat.“ „USA Today“ zitierte jedoch den Mitbegründer von PTI-Wertpapiere, Jon Najarian, der als „aktiver Spieler“ an der Optionsbörse von Chicago gilt, mit den Worten: „Die Volumina lagen weit außerhalb der Norm.“ (…). Zwar gilt Osama bin Laden gemeinhin als reicher Mann mit Millionen schwerem Vermögen. Eine Schatzbrieftransaktion im Wert von 5 Milliarden Dollar dürfte sein Budget jedoch weit übersteigen.
Am 18. September 2001 berichtete die „BBC“, dass die USA militärische Angriffe gegen Osama bin Laden und die Taliban bereits Wochen vor den Anschlägen am 11. September geplant hatten und noch vor dem Wintereinbruch, spätestens Mitte Oktober stattfinden sollten. „A former Pakistani diplomat has told the BBC that the US was planning military action against Osama Bin Laden and the Taleban even before last week’s attacks. Niaz Naik, a former Pakistani Foreign Secretary, was told by senior American officials in mid-July that military action against Afghanistan would go ahead by the middle of October. Mr Naik said US officials told him of the plan at a UN-sponsored international contact group on Afghanistan which took place in Berlin.“ Weiter wird in dem Bericht die Ansicht Mr. Naiks wiedergegeben, dass die weitergehenden Ziele der Operation seien, die Taliban-Regierung zu stürzen und eine moderate afghanische Regierung zu installieren, möglicherweise unter der Führung des früheren afghanischen Königs Zahir Shah. Mr. Naik wurde in dem Gespräch mit den US-Vertretern mitgeteilt, die USA würden ihre Operationen von Basen in Tadschikistan starten, wo sich bereits amerikanische Berater befänden. Auch Usbekistan würde in die Operation einbezogen, und 17.000 russische Soldaten stünden bereit. Mr. Naik zeigte keine Zweifel, dass nach dem World-Trade-Center-Angriff dieser vorbereitete Plan innerhalb von 2 bis 3 Wochen zum Einsatz käme und war der Ansicht, dass die USA ihren Plan selbst dann nicht fallen ließen, wenn die Taliban Bin Laden sofort ausliefern würden.
Über den möglichen Hintergrund einer Invasion Afghanistans und den Sturz der Taliban-Regierung gibt ein Artikel in der Zeitschrift „illoyal – Journal für Antimilitarismus“ vom Sommer 2000 Auskunft: „Afghanistan ist nur ein Schauplatz im Ringen um die Kontrolle über das Erdöl und Erdgas, das mit dem Zerfall der Sowjetunion ,frei’ wurde. Die Region, in der dieser Kampf ausgetragen wird, reicht vom Bosporus und sogar vom Balkan über den Kaukasus, Iran, Afghanistan bis nach Kaschmir und Chinesisch-Turkestan (Xinjiang).“ „Der Kampf um die Kontrolle über das Öl in Mittelasien ist zum neuesten Kapitel der alten Rivalität zwischen Russland, den USA und Japan“ und einer „Wiederholung des ‚Great Game’ in Zentralasien im 19. Jahrhundert zwischen Britannien und Russland“ geworden, schreibt Paul Sampson, Herausgeber der Londoner Ölbusiness-Zeitschrift „Nefte Compass“, die sich mit Russland und den Staaten am Kaspischen Meer befasst.
„Auf dieser neuen Weltkarte“, führt er weiter aus, „übernimmt das Kaspische Meer die Rolle des Persischen Golfes als Zentrum der Aufmerksamkeit“, da alle Industriestaaten angesichts zunehmender Instabilität in Saudi-Arabien sowie politischer Probleme mit Irak und Iran „ernsthaft nach alternativen Lieferern“ von Erdöl und -gas suchen. (…) Am Kaspischen Meer und in Mittelasien hat sich alles, was Rang und Namen in der Branche hat, Positionen gesichert: Chevron, Mobil, BP, Amoco, SOCAR, Exxon, Britsh Gas, Agip, die norwegische Statoil, Russlands LukOil und GasProm von Ex-Premier Tschernomyrdin, Mitsui aus Japan. Das Problem für diese Firmen liegt nicht so sehr in der Erschließung und Erkundung der Vorräte, sondern in der Modernisierung der Ölanlagen und vor allem im Export.
Bisher hatte Russland durch das alte sowjetische Pipeline-System–an das die ehemaligen Sowjetrepubliken und jetzigen „neuen unabhängigen Staaten“ (NUS) angeschlossen sind – das absolute Monopol inne: „Alle Pipelines fließen nach Norden.“ Deren Durchlauf wird entweder bewusst gedrosselt (aus politischen Erwägungen, um die Abhängigkeit zu erhalten) oder weil ihre Kapazität ihre Grenzen erreicht hat. Um dieses Monopol zu durchbrechen, ist tatsächlich ein neues „Great Game“, diesmal um die „Südpassage“, losgebrochen. (…)“ Die zwölftgrößte US-Ölgesellschaft United Oil of California (UNOCAL) mit Firmensitz in Houston (Texas) könnte nach erfolgreicher Intervention in Afghanistan die von ihr favorisierte Central Asia Oil Pipeline von Turkmenistan über Afghanistan nach Pakistan errichten.
Bisher scheiterte dieses Vorhaben an den politisch instabilen Verhältnissen und an der Wortbrüchigkeit der Taliban, die vor ihrer Machtübernahme Einverständnis signalisiert hatten. Richard Keller, Chef der „UNOCAL Pakistan Ltd.“, nannte die spätere Einnahme Kabuls durch die Taliban eine „positive Entwicklung“. Die weitere Entwicklung zwang UNOCAL allerdings 1998, das Projekt vorerst auf Eis zu legen. UNOCAL verfügt über beste Kontakte, bis in US-Regierungskreise um US-Vizepräsident Cheney, der an einem Projektbüro zur Trassenplanung beteiligt ist. Darüber hinaus versicherte sich „UNOCAL (…) der Mitarbeit einflussreicher Lobbyisten wie Ex-Außenminister Kissinger, des früheren US-Botschafters in Pakistan, Robert Oakley, und des ehemaligen Mitarbeiters der UN-Sondermission in Afghanistan, Charlie Santos, ebenfalls US-Amerikaner, und konnte Personen in Schlüsselpositionen in der Clinton-Administration – wie die damalige Vizeaußenminister in für Südasien, Robin Raphel, und Mitglieder des Nationalen Sicherheitsrates (NSC) – für die Idee einer leicht modifizierten Afghanistan-Pipeline, der „Central Asia Oil Pipeline“ (CAOP), gewinnen. (…) NSC-Energieexpertin Sheila Heslin bestätigte während einer Anhörung vor dem US-Senat im September 1997, dass es Washington im Wesentlichen darum ging, „die monopolistische Kontrolle Russlands über den Abtransport des Öls aus der Region zu brechen“ und damit Russland eine globalökonomische Schlüsselposition abzujagen.“ Nach dreijähriger Unterbrechung könnte es nun damit weitergehen.
Zeitgleich mit dem Beginn der Angriffe auf Afghanistan wurden in den Vereinigten Staaten die ersten Fälle von Milzbrand (Anthrax) festgestellt. Bereits unmittelbar nach den Anschlägen auf das World Trade Center und das Pentagon war über die Gefahren eines möglichen „Bio-Terrorismus“ spekuliert wurden – nun, da das Undenkbare geschehen sei, sei alles möglich. Nur drei Wochen später wurde aus Spekulationen Realität. In einem Gebäude einer Lokalzeitung in Bocca Raton, Florida, wurden die ersten Milzbrand-Erreger festgestellt. Ein infizierter Angestellter verstarb an den Folgen der Krankheit. In der Folge verging kein Tag, an dem nicht neuer „Milzbrand-Alarm“ gegeben wurde. Mittlerweile wurden bei vierzehn Personen Milzbrand-Infektionen festgestellt, drei Menschen sind gestorben und tausende von Menschen aus dem Umkreis der Infektionsquellen erhalten vorsorglich Antibiotika. Betroffen waren anfangs in erster Linie Angestellte von Medienunternehmen (Zeitungen, Fernsehsender), denen jeweils Briefe zugestellt worden waren, die eine weiße Substanz enthielten. Inzwischen wurden auch Infektionen bei Postangestellten festgestellt, allerdings nicht als Adressaten der Briefe, sondern als Nebeneffekt der Sortierung und Briefzustellung. Neben einigen Medienzentren ist mittlerweile auch der US-Kongress betroffen, der vor zwei Wochen vorläufig geschlossen wurde.
Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet am 25.10.2001, das nur Staaten mit Biowaffen-Programmen zu derartigen Anschlägen in der Lage wären. „Das Muster hinter den bakteriologischen Anschlägen deutet darauf hin, dass es sich nicht um Zufallstäter oder Mitläufer handelt. Wer die Erreger so feinkörnig aufbereitet, der arbeitet professionell. Bisher konnten das nur Staaten mit eigens dazu eingerichteten Produktionsanlagen leisten. Die Zahl der Biowaffen-Produzenten in der Welt ist aber begrenzt, die Kandidaten sind bekannt. Und der zeitliche Zusammenhang mit dem 11. September lässt darauf schließen, dass eine interessierte Gruppe den Terror-Effekt steigern möchte, weil sie das gleiche Ziel verfolgt wie die Piloten in den Flugzeugen.“ Die „Financial Times“ schrieb bereits am 10. Oktober 2001, unmittelbar nach Auftreten der ersten Milzbrand-Fälle: „Die in den USA aufgetauchten Milzbrand-Erreger sind nach Auffassung des Bio-Waffen-Experten Jan van Aken höchstwahrscheinlich aus einem staatlichen Biowaffen-Programm hervorgegangen.“ „Die Bakterien zu trocknen und sehr fein zu zermahlen, ohne dass sie dabei sterben, ist nicht so einfach zu bewerkstelligen. Und die pulverförmige Trägersubstanz für Milzbrand-Erreger gehört zu den best gehüteten Geheimnissen staatlicher Biowaffen-Programme“, sagte van Aken der Financial Times Deutschland: „So etwas produziert man nicht auf dem Küchentisch.“ (…)
Nach Einschätzung des Zellbiologen stammt die Substanz höchstwahrscheinlich direkt aus einem staatlichen Biowaffenprogramm oder sei mit dem Wissen aus einem solchen Programm entwickelt worden.
Der frühere UN-Waffeninspektor im Irak, Richard Spertzel, erklärte im Fernsehsender ABC, er kenne nur fünf Wissenschaftler in den USA, die in der Lage seien, ein so feines, hoch entwickeltes Sporenmaterial herzustellen. Doch auch hier werden die üblichen Verdächtigen gehandelt: „Der ehemalige Leiter des UN-Inspektorenteams im Irak, Richard Butler, hatte in einem Beitrag für die „New York Times“ nicht ausgeschlossen, dass der in den USA aufgetauchte Anthrax-Erreger aus irakischen oder russischen Quellen stammt. (…) Irak unterhalte Butler zufolge ein umfassendes Biowaffen-Programm mit Schwerpunkt auf der Anthrax-Produktion. Internationale Waffeninspekteure hätten den Irak seit drei Jahren nicht mehr bereist. Ein Treffen zwischen dem „Kopf“ der Flugzeugentführer vom 11. September, Mohammed Atta, mit einem irakischen Geheimdienstler im Juni vergangenen Jahres in Prag könne die Gelegenheit zur Übergabe des Anthrax gewesen sein.“ (Financial Times, 25.10.2001).
US-Vizepräsident Cheney droht einen Tag später in der gleichen Zeitung, es sei noch „nicht bekannt, wer die Erreger versandt habe und ob die Absender etwas mit den Anschlägen vom 11. September zu tun hätten. Aber wo immer sie sich befinden, werden wir sie aufspüren, wir werden sie stoppen und bestrafen.“ Die gleiche Rhetorik, die nach den Anschlägen auf das World Trade Center und das Pentagon die Öffentlichkeit auf einen Krieg gegen die „Täter“ einstimmen sollte.
Doch auch hier passt das oben genannte Zitat aus dem Artikel von Boris Kagarlitzky in der „Jungen Welt“ zum Anschlag auf das World Trade Center: „Die Ziele sind politisch und nach symbolischer Wichtigkeit bestimmt worden. Die Terroristen hatten nicht vor, das Land zu zerstören (…)“. Anthrax ist nicht von Person zu Person übertragbar, die gewählte Versandart in einem geschlossenen Umschlag führt in der Regel nur zur Infektion einer begrenzten und kontrollierten Anzahl von Personen, zudem mit der weniger gravierenden Form des Haut-Milzbrands. Wäre es das Ziel gewesen, möglichst viele Menschen zu töten, wäre die unsichtbare Verbreitung über den Luftweg die weitaus effektivere und tödlichere Möglichkeit gewesen.
So zynisch es klingen mag: die Gefahren einer Grippe-Epidemie sind derzeit größer als die reale Bedrohung durch die Anthrax-Briefe. Durch die Auswahl des primären Ziels – die Medien – war jedoch für die effektive Verbreitung eines anderen Erregers gesorgt: der Angst.
Abschließend eine Meldung der „Financial Times“ vom 25.10.2001, die die ägyptische Zeitung „El Ahram“ zu den Anthrax-Fällen zu Wort kommen lässt: „Der Raum für Spekulationen im Zusammenhang mit den Anthrax-Briefen ist groß. Der weltweite Milzbrandalarm ist nach Ansicht einer ägyptischen Zeitung ein von den USA eingefädeltes Komplott zur Unterstützung von US-Präsident George W. Bush bei dessen Krieg gegen Afghanistan. In einem Leitartikel der regierungsnahen Zeitung „El Achram“ vom Mittwoch heißt es, mit den rätselhaften Milzbrandbriefen solle aller Wahrscheinlichkeit nach die Öffentlichkeit auf den Kriegskurs von Bush eingeschworen werden. Es handele sich dabei um „psychologische Kriegsführung’.“
Fassen wir zusammen: Nach den dargestellten Indizien spricht vieles dafür, daß die Identität der Attentäter bis heute nicht restlos aufgeklärt ist und nicht zweifellos belegbar ist, dass keine Verbindungen zu US-Militäreinrichtungen bestanden haben. Von mindestens sieben mutmaßlichen Terroristen ist die wahre Identität nicht restlos geklärt. Dies deckt sich damit, daß sich mindestens sieben der namentlich genannten Entführer der FBI-Liste nach dem 11. September lebendig bei den Behörden meldeten oder bereits vor den Anschlägen verstorben waren. Es ist also zu vermuten, daß zumindest bei einem Teil der Entführer gezielt falsche Identitäten verwendet wurden. Die Attentate auf das World Trade Center und das Pentagon erforderten ein hohes Maß an Vorbereitung, Logistik und Koordination. Die Zielgenauigkeit und Effektivität der Angriffe deutet auf äußerst professionelles Vorgehen.
Dazu im Widerspruch stehen offenkundige Fehler, die dem FBI schnell Informationen über Strukturen des Terrorkommandos offenlegten, wie z. B. das Zahlen einer Hotelrechnung für mehrere Personen mit der gleichen Kreditkarte oder das Auffinden von Unterlagen, wie z. B. das Testament des „Entführerkopfs“ Mohammed Atta oder Anweisungen an die Selbstmordattentäter zur Vorbereitung des Anschlags. Neben einer tatsächlichen „Nachlässigkeit“ in diesen Dingen kommt auch das gezielte Legen einer bestimmten Spur in Frage. Auch die der Hamburger Polizei übergebenen Dokumente aus einem Einbruch deuten in diese Richtung. Die bis heute andauernde Unklarheit über die Identitäten der Entführer deutet wiederum auf eine ausgeklügelte Vorfeldplanung. Daß es sich um etliche Namensgleichheiten handelt, dabei aber mehrere der verwechselten Personen tatsächlich Piloten sind, kann kein Zufall sein. Hier wurden offenbar gezielt Personen mit einem bestimmten (Berufs-)Profil für gefälschte Identitäten ausgesucht. Abfragen über persönliche Daten wie Geburtsort und -tag, Aufenthaltsorte und Berufe für ein derartiges Verwirrspiel zur Planung einer solchen Aktion sind nicht ohne weiteres für Jeden möglich. Zumindest in diesem Teil der Indizienkette scheint eine Beteiligung von Polizei- oder Geheimdienstkreisen offenkundig. Wie weiter gemeldet wurde, stand offenbar bereits im Sommer 2001 ein militärisches Eingreifen der USA in Afghanistan fest.
Gründe für die Installierung einer investorenfreundlichen Regierung in Afghanistan gibt es einige, insbesondere die Realisierung der Central Asia Oil Pipeline liegt seit mehreren Jahren auf Eis und könnte in einem befriedeten Afghanistan durchgeführt werden. In Folge der Anschläge hat Präsident Bush Mittel in Höhe von 40 Milliarden Dollar zur „Bekämpfung des Terrorismus“ bewilligt bekommen und wurde weitgehend für militärische Maßnahmen unter Umgehung des Kongresses ermächtigt. Zur Zeit wird in den USA über ein Anti-Terror-Gesetz beraten, daß weitgehende Abhörmaßnahmen, Durchsuchungen von Wohnungen ohne Wissen des Betroffenen und Datenaustausch zwischen Nachrichtendiensten und Ermittlungsbehörden vorsieht.
Im Gesetzesentwurf ist der Tatbestand des Terrorismus dann erfüllt, wenn „durch Einschüchterung oder Zwang das Verhalten der Regierung beeinflusst oder geändert werden soll oder wenn gegen die Maßnahmen der Regierung zurückgeschlagen wird“ (Die Zeit, 11.10.2001). Mit dieser Formulierung läßt sich jede Demonstration, jeder Streik als Form des „Terrorismus“ definieren. In Deutschland wird eine ähnliche Gangart angeschlagen – von der Aufhebung des Trennungsgebots von Geheimdiensten und Polizei bis hin zu Fingerabdrücken und biometrischen Daten im Personalausweis, die eine Totalüberwachung ermöglichen.
Bedurfte es eines Anlasses für ein zuvor geplantes militärisches Engagement der USA in Afghanistan? War für den 11. September eine geheimdienstliche Operation geplant, die den Anlass für eine spätere Intervention und die Zustimmung der öffentlichen Meinung dafür sicherstellen sollte? Ist die geplante Operation (z. B. mehrere Flugzeugentführungen) aus dem Ruder gelaufen, da einige der Beteiligten als Doppelagenten tätig waren oder eigenmächtig handelten? Oder gab es gar eine direkte Beteiligung verdeckter Strukturen im Regierungs-, Militär- und Geheimdienstapparat der USA, die die Verschärfung der innen- wie außenpolitischen Lage für ihre extremistischen machtpolitischen Ziele nutzen wollen? Wir wissen es nicht. Und sicherlich wird uns niemand diese Fragen beantworten, da sie die offizielle Version der Ereignisse des 11. September in Frage stellen.
Es gibt keine Beweise, aber genügend Indizien, die genauso geeignet sind, Beteiligte und Mitwisser in den Eliten der USA unter Verdacht zu stellen wie Osama bin Laden und die Organisation Al Qaida. Das einzige, was wir tun können ist, uns die aktuelle Innen- und Außenpolitik anzusehen, deren Folgen und Nutznießer zu betrachten, in Medienberichten zwischen den Zeilen zu lesen und manche Randnotiz aufmerksamer zu beachten. Möglicherweise ergeben sich hieraus genauere Erkenntnisse über Motive und Zusammenhänge des 11. September.
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